Laut Michael hatten viele Fans gehofft, dass das Team im zweiten Jahr nach dem Aufstieg schon ein bisschen weiter ist und St. Pauli weniger mit dem Abstieg zu tun hat. “Nach dem guten Saisonstart waren viele schon deutlich weiter im Kopf”, sagt er. “Dann kam eine Niederlagenserie von neun Spielen. Damit sind viele nicht zurechtgekommen.” Er spüre neben der Hoffnung auf den Klassenerhalt deshalb auch deutliche Enttäuschung im Fanlager seines Klubs. Seiner Meinung nach liegt es aber auf der Hand, “dass man als ehemaliger Zweitligist einfach ein paar Jahre braucht in der Bundesliga.”
Abseits des Sportlichen herrsche am Millerntor aktuell ein Streit über die Vereinshymne. “Das Herz von St. Pauli” wurde nach Beschluss des Klubs und einiger Fan-Gremien vor der Saison aus dem Repertoire für die Heimspiele gestrichen. “Es ist relativ klar, dass der Texter Josef Ollig eine klare Rolle in der NS-Zeit gespielt hat”, sagt Michael. “Deshalb wird das bei uns nicht mehr gespielt. Dadurch fehlt aber etwas im Stadion, das merkt man bei ganz vielen Leuten. Da ist irgendwie ein Vakuum entstanden.”