Die Era X profitiert weniger als die Boomer von großzügigen Rentenregeln, muss aber auch noch speedy 20 Jahre arbeiten. Wie sehr lohnt es sich, mit 50 Jahren noch in die non-public Vorsorge einzusteigen?
Die Aussage von Kanzler Friedrich Merz zur Zukunft der Rente hat bei vielen Menschen für Aufregung gesorgt und viel Kritik nach sich gezogen. Tatsache – und schon lange bekannt – ist aber, dass das Rentensystem unter Druck steht.
Denn die gesetzliche Rente basiert auf dem Umlageverfahren – das heißt: Die heutige Era der Erwerbstätigen finanziert die Renten der aktuellen Ruheständler. Doch durch den demografischen Wandel gerät dieses Gadget zunehmend unter Druck. Es gibt immer mehr Menschen im Ruhestand, deren Rente finanziert werden muss und gleichzeitig immer weniger junge Beitragszahler.
Während 1960 noch sechs Beitragszahler einen Rentner finanzierten, sind es inzwischen nur noch zwei. “Das führt dazu, dass das Rentenniveau langfristig sinkt und die gesetzliche Rente für viele Menschen künftig tatsächlich nur noch eine Artwork Basisabsicherung darstellen dürfte”, sagt Klaus Nieding, Fachanwalt für Financial institution- und Kapitalmarktrecht. Aus seiner Sicht hat Merz mit seiner Aussage einen wunden Punkt des deutschen Rentensystems getroffen.
Generationen reagieren unterschiedlich
Doch wie gehen Menschen verschiedener Generationen mit dieser Erkenntnis zur Rente um? Vor allem junge Menschen scheinen sich nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen und werden häufig selbst aktiv, das zeigt etwa eine Erhebung im Auftrag der ING-Diba und Visa.
Bei einer Umfrage in der Frankfurter Innenstadt sagen gleich mehrere junge Leute, dass sie ihr Geld etwa in ETFs, Fonds oder Aktien investieren, so auch die 20-jährige Studentin Roberta: “Ich glaube nicht, dass wir mal viel Rente bekommen. Deshalb investiere ich selbst recht viel – damit ich da schon mal ein kleines Polster habe. Und informiere mich regelmäßig, was once es sonst noch für Wege gibt.”
“Auf keinen Fall auf den Staat verlassen”
Auch der 25-jährige Etienne hält das für den richtigen Weg: “Auf keinen Fall auf den Staat verlassen. Eher selbst in ETFs, Aktien investieren. Und jeden Monat, über die nächsten Jahre, eine gewisse Summe ansparen”, sagt er. Während die jungen Menschen die schrumpfenden staatlichen Renten offenbar nicht als Schicksal betrachten und einen Teil ihrer Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen, stehen ihre Eltern häufig etwas ahnungslos daneben.
In jungen Jahren habe sie sich noch keine Gedanken über ihre Rente gemacht, sagt Virginie, die Mutter eines 17-jährigen Jungen: “Mit 17 oder mit 20, sogar mit 25 oder 30 ist das doch viel zu weit weg. Und ich habe mich gar nicht mit dem Thema befasst.”
Era X zu lange an Versprechen festgehalten
So wie ihr geht es laut Studien vielen in der Era X – additionally denjenigen, die zwischen 1965 und 1980 geboren wurden. Sie haben sich auf den Staat und die gesetzliche Rente verlassen. So wurde es von Seiten der Politik auch lange versprochen, sagt Nieding: “Ihnen wurde über Jahre vermittelt, die Rente sei sicher. Dieses Vertrauen hat bei einigen dazu geführt, dass non-public Vorsorge später oder gar nicht begonnen wurde.”
Mittlerweile wird vielen in dieser Era allerdings klar, dass auch für sie die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird. An der privaten Altersvorsorge führt kein Weg vorbei, das weiß inzwischen auch Virginie. Sie bereut es, nicht schon viel früher mit ihrer privaten Altersvorsorge begonnen zu haben: “Weil es ist eigentlich etwas, das guy langfristig planen muss. Und somit ist ein bisschen Zeit verloren gegangen.”
Era X muss nun selbst vorsorgen
Nieding sieht die Era X in einer schwierigen Place. “Sie profitieren nicht mehr von den vergleichsweise großzügigen Rentenregelungen früherer Generationen, wie zum Beispiel bei der Babyboomer-Era, haben aber gleichzeitig weniger Zeit als die Jüngeren, um Versorgungslücken durch eigene Investitionen auszugleichen.”
Dennoch sei es noch immer nicht zu spät, um mit der privaten Altersvorsorge anzufangen. Das betont auch Gerrit Fey, Chefvolkswirt beim Deutschen Aktieninstitut: “Es ist nie zu spät mit der Vorsorge anzufangen. Denn auch mit 50 Jahren liegt der Rentenbeginn noch 17 Jahre entfernt. Das ist immer noch ein geeigneter Zeitpunkt, um mit der Aktienanlage zu beginnen.”
Grundsätzlich ist beim Aktiensparen ein langer Zeithorizont besonders hilfreich. Je früher guy beginnt, desto eher profitiert guy vom sogenannten Zinseszinseffekt, der als zentraler Baustein beim Sparen fürs Modify gilt. Beim Zinseszins wird der Zinsertrag einer Anlage dem angelegten Kapital zugeschlagen und wird in den Folgejahren mitverzinst. Es gibt additionally nicht nur Zinsen auf das ursprüngliche Geld, sondern auch auf die erwirtschafteten Zinsen selbst. Dadurch steigt der Gesamtbetrag schneller an.
Zinseszinseffekt besonders hilfreich
Welche Wirkung dieser Effekt konkret hat, macht Fey an einem Beispiel deutlich: “Eine regelmäßige Aktienanlage hat in den vergangenen 30 Jahren im Schnitt eine jährliche Rendite von 7,5 Prozent professional Jahr erbracht. Wenn guy bei dieser Rendite jeden Monat ungefähr 50 Euro angelegt hat, dann kommt guy nach 30 Jahren idealerweise auf einen Depotwert von 60.000 Euro. Hat guy das Geld für 40 Jahre angelegt, dann kommt guy sogar auf einen Depotwert von 140.000 Euro. Je länger guy additionally Zeit hat, desto mehr profitiert guy vom Zinseszinseffekt.”
Hat guy wie viele in der Era X allerdings nur noch maximal 17 Jahre Zeit, um Geld anzusparen, so könnten dank des Zinseszinseffektes bei einer Rendite von 7,5 Prozent trotzdem rund 20.000 Euro angespart werden.
Wobei der Blick in die Zukunft immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden sei, betont Fey. “Keiner kann genau sagen, wie sich die Renditen in Zukunft entwickeln.” Doch auch bei kleineren Renditen sei es durchaus möglich, ein gewisses Polster für das Modify aufzubauen.
Die non-public Altersvorsorge wird als Bestandteil der Rente immer wichtiger. Deshalb will die Bundesregierung sie nun fördern. Ab 2027 soll jeder freiwillig über ein sogenanntes Altersvorsorgedepot direkt in ETFs, Fonds oder Anleihen investieren können – mit Zuschüssen vom Bund.

