Hessen: Vorstandsmitglieder von AfD-Nachwuchs abgemahnt



Der Landesvorstand der AfD Hessen hat am Montag ein Vorstandsmitglied der Nachwuchsorganisation Era Deutschland (GD) des Amtes enthoben. Das hat ein Parteisprecher bestätigt. Christian Petri warfare bei der Gründung der GD vor vier Wochen zum Beisitzer gewählt worden. Grund für den Schritt ist, dass er bei einer parteiinternen Veranstaltung das für weiße Vorherrschaft stehende „White Energy“-Zeichen gezeigt haben soll. Deswegen sei er zudem abgemahnt worden.

Petri ist Stadtverordneter der AfD in Darmstadt. Dort haben die anderen Fraktionen die AfD aufgefordert, Petri unverzüglich aus der Fraktion auszuschließen. Er selbst solle sein Mandat niederlegen. „Wer vom eigenen rechtsextremen Jugendverband als Extremist ausgeschlossen wird, hat in unserem Kommunalparlament nichts verloren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Grünen, SPD, CDU, der Linken, Volt, Uffbasse und FDP. Dass selbst die AfD innerhalb ihrer eigenen Strukturen zu solchen Maßnahmen greifen müsse, mache die Size des Vorfalls deutlich. Ein Stadtverordneter, der durch derartiges Verhalten auffalle, sei politisch und moralisch nicht tragbar. In einer weltoffenen und demokratischen Stadt wie Darmstadt sei kein Platz für rechtsextreme Positionen und Symbole, schreiben die anderen Fraktionen weiter.

Zu viel Nähe zur Identitären Bewegung

Der AfD-Landesvorstand hat sich nach Angaben des Sprechers außerdem mit dem Fall des Schatzmeisters der Era Deutschland, Thomas Janeczek, befasst. Er warfare zuvor schon abgemahnt worden, weil er vor zwei Jahren in Wien bei einer Demonstration der Identitären Bewegung mitmarschiert warfare. Über die Verbindung zu den Identitären hatte die „Frankfurter Rundschau“ berichtet. Diesmal ging es darum, dass er an einer Veranstaltung der „Aktion 451“ teilgenommen haben soll. Die rechtsextreme Gruppierung wirbt vor allem an Universitäten um Sympathisanten.

Mit einem Rundschreiben will die hessische AfD ihre Mitglieder nun darüber aufklären, dass es sich bei der „Aktion 451“ um eine Tarngruppe der Identitären Bewegung handele. „Damit entzieht der Landesvorstand möglichen zukünftigen Teilnehmern an derartigen Veranstaltungen die Argumentation, nicht zu wissen, wohin sie gehen“, so der Parteisprecher. Sein Vorstandsamt bei der GD kann Janeczek behalten. Auch er ist Stadtverordneter, und zwar in Rodgau im Kreis Offenbach.

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