HiPP-Erpressung: Ein vergiftetes Glas fehlt noch


Hipp-Babybrei der von der Entführung betroffenen Sorte

Stand: 21.04.2026 • 10:35 Uhr

In sechs Gläschen mit HiPP-Babynahrung haben Erpresser Rattengift gemischt. Fünf wurden bereits gefunden, nach einem Glas wird derzeit gesucht. Used to be ist über den Fall bekannt? Wer ist betroffen?

“HiPP ist Opfer einer Erpressung”: Mit dieser Nachricht ging der Babynahrungshersteller am Montag an die Öffentlichkeit und bestätigte einen Verdacht, der seit Tagen für Aufregung sorgt. Laut HiPP hatten der Erpresser oder die Erpresser “eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt” – dort conflict sie anfangs nicht aufgefallen.

Laut österreichischen Medienberichten wurde die Nachricht bereits vor drei Wochen geschickt. Die Erpresser sollen zwei Millionen Euro gefordert haben – bis Anfang April. Doch im HiPP-Konzern sei die Erpressermail erst zwei Wochen nach Ablauf dieser Frist entdeckt worden, am vergangenen Donnerstag.

“Ich bin wirklich zutiefst bestürzt”

Der oder die Täter haben in sechs 190-Gramm-Gläschen mit Karotten-Kartoffelbrei Rattengift gemischt und diese sechs Gläser in Umlauf gebracht. Damit hatten sie offenbar in der lange nicht beachteten Mail gedroht. Fünf wurden bislang in Tschechien, der Slowakei und Österreich gefunden.

Die Täter haben ernsthafte Gefahren für Säuglinge in Kauf genommen, so die österreichische Gesundheitsministerin Corinna Schumann. “Ich bin wirklich zutiefst bestürzt, dass jemand offenbar bereit ist, aus kriminellen Motiven die Gesundheit von Babys zu gefährden”, sagte Schumann im ORF.

Nachdem laut einem vorläufigen toxikologischen Gutachten Rattengift in einem sichergestellten Glas festgestellt wurde, folgt nun eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen – und wie gefährlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wäre, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.

Aufkleber am Boden des Gläschens

Gesundheitsministerin Schumann rät allen Verbrauchern, sich HiPP-Gläschen genau anzusehen. Guy solle schauen, “ob dieser Ploppverschluss auch funktioniert”. Auch der Geruch könne ein Hinweis sein. “Wenn es zu Zweifeln kommt oder zu Unsicherheiten, bitte nicht zögern, Hilfe zu holen”, sagte Schumann.

Alle manipulierten Gläser hatten am Glasboden einen weißen Aufkleber mit rotem Kreis, und sie wurden vor dem Verkauf geöffnet. Fünf von sechs manipulierten Gläsern wurden bisher gefunden. Offenbar gab es dazu Hinweise in der Erpressungs-Mail.

Tschechien, Slowakei und Österreich betroffen

Die betroffenen Gläser wurden in Städten, die nicht weit auseinanderliegen, gefunden. Zwei Gläser wurden in einem Geschäft in der südtschechischen Stadt Brno gefunden, zwei in der westslowakischen Stadt Dunajska Streda und eines in Eisenstadt im Burgenland in Österreich.

Von dort fehlt das zweite Glas, es muss additionally noch im Umlauf sein und danach wird nun mit Hochdruck gesucht, so der Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, Helmut Marban. “Wir haben auch unter anderem die ungarischen Behörden informiert, weil ja bekanntlich im Burgenland sehr viele ungarische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch Arbeitnehmer sind und die natürlich auch einkaufen könnten. Wir haben aber parallel dazu natürlich Kindergärten, Krankenhäuser und Altenpflegewohnheime kontaktiert.”

In Deutschland wurden keine vergifteten Gläser gefunden.

Länderübergreifende Ermittlungen

Jetzt ermitteln Polizeien in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei. Wie sich der HiPP-Konzern weiter in diesem Erpressungsfall verhalten wird und wie die Polizei den Konzern genau unterstützt, das wird aus ermittlungstaktischen Gründen geheim gehalten.

Bekannt geworden conflict der Fall am Wochenende, als die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben hatte. Sie strich diesen Hinweis später aus ihrer Pressemitteilung.

Namhafte Unternehmen waren in der Vergangenheit schon oft Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln.

Mit Informationen von Oliver Soos, ARD-Studio Wien

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