liveblog
Israel und der Libanon werden laut US-Präsident Trump heute auf höchster Ebene sprechen. Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi befindet sich offenbar in einem kritischen Gesundheitszustand.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick
Der Iran-Krieg treibt die Inflation in der Eurozone deutlich nach oben. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit ist die Teuerung im Währungsraum so stark wie seit Juli 2024 nicht mehr. Im Februar hatte die Inflationsrate nur bei 1,9 Prozent gelegen.
Angetrieben wurde die Inflation im Euroraum im März durch die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise. Diese legten um 5,1 Prozent im Jahresvergleich zu.
11:39 Uhr
Britische Außenministerin warnt vor Zöllen für Straße von Hormus
Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat vor Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Straße von Hormus nach dem Iran-Krieg die Bedeutung der zollfreien Schifffahrt betont. “Es kann definitiv nicht sein, dass Seewege wie die Straße von Hormus von einzelnen Staaten kontrolliert werden und dass dort Zölle erhoben werden”, sagte sie bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zum deutsch-britischen Freundschaftsvertrag in Berlin. Eine Kommerzialisierung geografischer Gebiete untergrabe den Grundsatz des Freihandels und des Völkerrechts, sagte Cooper.
Mehrere europäische Staaten wollen morgen auf einer von Frankreich und Großbritannien initiierten Konferenz in Paris über einen Plan zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg beraten. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) will anreisen. Die kriegführenden Länder USA, Israel und der Iran sind nicht eingeladen.
10:51 Uhr
Iran: Hoffnung auf Verlängerung der Feuerpause
Iran und die USA verzeichnen bei ihren Bemühungen um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge gewisse Fortschritte. Nach mehr als der Hälfte einer zweiwöchigen Waffenruhe gebe es jedoch weiterhin große Meinungsverschiedenheiten, unter anderem über die nuklearen Ambitionen Teherans, sagt der Insider.
Ein Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe dazu beigetragen, die Differenzen in einigen Punkten zu verringern. Dies nähre die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause und neue Gespräche zwischen Teheran und Washington.
10:47 Uhr
Südlibanon: “Israel hat mehrere Städte angegriffen”
ARD-Korrespondentin Stella Männer berichtet aus Beirut über die aktuelle Lage im Süden des Libanon.
10:20 Uhr
EU plant Maßnahmen gegen drohenden Kerosinmangel
Der Notfallplan der Europäischen Union (EU) gegen drohenden Kerosinmangel infolge des Iran-Krieges nimmt Gestalt an. Wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf des für 22. April angekündigten Konzepts hervorgeht, sollen die Raffineriekapazitäten in Europa erfasst werden und deren volle Auslastung sichergestellt werden.
Europäische Fluggesellschaften hatten vor Kerosinengpässen binnen Wochen gewarnt, sollte die Versorgung aus dem Nahen Osten blockiert bleiben. Dies könnte den Reiseverkehr vor dem Sommer erheblich beeinträchtigen. Europa importiert nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) 30 Prozent seines Bedarfs an Flugbenzin. Rund 75 Prozent der Einfuhren stammen aus dem Nahen Osten. Viele europäische Raffinerien arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. Zudem ist die Versorgung in Europa sehr ungleichmäßig.
09:55 Uhr
Israel: Netanjahu wird mit libanesischem Präsidenten sprechen
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird nach Angaben eines Mitglieds seines Sicherheitskabinetts mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sprechen. Diese Ankündigung macht die Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Gila Gamliel, im Armeeradio. Ein Vertreter des Libanon erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, dass die libanesische Regierung keine Informationen über einen bevorstehenden Kontakt habe. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Treffen der “Anführer” beider Länder angekündigt.
09:37 Uhr
Laut Pakistan noch kein Datum für USA-Iran-Gespräche
Pakistan zufolge gibt es noch kein Datum für die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und Iran. Es gebe auch noch keine Informationen zum Ort der Verhandlungen, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Es würden aber alle Kommunikationskanäle zwischen Washington und Teheran offengehalten.
09:37 Uhr
Australien erhöht Militärausgaben wegen globaler Spannungen
Angesichts der globalen Auswirkungen des Iran-Krieges erhöht Australien seine Militärausgaben deutlich. Verteidigungsminister Richard Marles veröffentlichte die Aktualisierung der Verteidigungsstrategie des Landes und erklärte, in den kommenden zehn Jahren seien zusätzliche 53 Milliarden australische Buck (32 Milliarden Euro) für sein Ressort eingeplant. Der australische Verteidigungshaushalt steigt dem Minister zufolge damit von 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr auf drei Prozent bis 2033.
Der Iran-Krieg habe die globale strategische Lage erheblich verkompliziert, sagte Marles. Australien stehe vor den komplexesten und bedrohlichsten strategischen Herausforderungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Marles erklärte, die Entscheidung für eine Erhöhung des Verteidigungsetats sei keine Reaktion auf den Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Das US-Außenministerium veröffentlichte im Januar seine eigene nationale Verteidigungsstrategie, in der es die Verbündeten ermahnte, mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen.
07:59 Uhr
Anzeichen für zweite Verhandlungsrunde zwischen USA und Iran
Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen verdichten dich die Anzeichen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran. “Es gibt diese Diskussionen”, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, über die Möglichkeit neuer Gespräche. Die US-Regierung sei guter Dinge, dass es zu einem “Deal” kommen könne. Eine zweite Gesprächsrunde würde “sehr wahrscheinlich” wieder in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, so Leavitt.
Pakistan setzte derweil seine Vermittlungsbemühungen fortress. Eine vom pakistanischen Armeechef Asim Munir angeführte Delegation wurde gestern in Teheran vom iranischen Außenminister Abbas Araghtschi empfangen. Bei dem Treffen sollte laut iranischem Staatsfernsehen eine neue Botschaft der USA überbracht und die Möglichkeit einer zweiten Verhandlungsrunde erörtert werden. Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, wurden bereits in den vergangenen Tagen “by means of Pakistan mehrere Nachrichten (mit den USA) ausgetauscht”.
07:28 Uhr
Trump: Spitzengespräche zwischen Israel und Libanon
Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die “Anführer” beider Nachbarländer hätten seit Langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner gestern auf seiner Plattform Fact Social und fügte hinzu: “Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!”
Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Publish nicht hervor. Es gehe darum zu versuchen, “etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen”, schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen.
07:07 Uhr
Netanjahu: “Sicherheitszone” im Libanon wird ausgeweitet
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz offenbar eine “Sicherheitszone” im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die “Sicherheitszone” im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe guy Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien gestern Abend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb “Axios”-Reporter Barak Ravid auf X.
06:19 Uhr
China pocht auf freie Schifffahrt in der Straße von Hormus
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Iran aufgefordert, die normale Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araqchi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit Irans in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach. Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. Zurzeit öffne sich ein kritisches Fenster für den Frieden.
China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen. Dies sei im Interesse Irans, der Area und der Welt. China sei bereit, sich weiter für eine Entspannung der State of affairs und eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern der Area einzusetzen.
06:16 Uhr
Nobelpreisträgerin Mohammadi offenbar in kritischem Zustand
Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihres Bruders in einem kritischen Gesundheitszustand. Hamid-Reza Mohammadi schrieb auf X, seine Schwester sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe erheblich an Gewicht verloren. Die Familie sei sehr besorgt. Zudem soll die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sein, was once Unterstützer und Unterstützerinnen bereits in der Vergangenheit beklagten.
Mohammadi, die 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran erhielt, ist im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie laut ihrem Anwalt erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt, zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.
05:14 Uhr
Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen
Die Vereinten Nationen stellen für die vom Krieg betroffene Bevölkerung in Iran zehn Millionen Euro bereit. Kanzler Merz reist am Freitag zu Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Straße von Hormus in Paris.
