Iran-Liveblog: ++ Vertriebene im Libanon kehren zurück ++


Vertriebene kehren mit Autos in ihre Dörfer zurück.


liveblog

Stand: 17.04.2026 • 11:56 Uhr

Im Libanon kehren seit Beginn einer Waffenruhe tausende Vertriebene in ihre Heimatorte zurück. SPD-Außenpolitiker Ahmetovic verlangt vor einem deutschen Hormus-Einsatz einen stabilen Waffenstillstand.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

Angesichts der Diskussion über einen möglichen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus hat Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack vor einer Überlastung der deutschen Seestreitkräfte gewarnt. “Wir haben die kleinste Marine aller Zeiten, aber eine Masse an Aufgaben”, sagte Kaack der Wirtschaftswoche.

Die Bedrohung durch Russland dürfe trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Fokus geraten. Es gebe eine Zunahme von U-Boot-Einsätzen, Flugraumverletzungen und Sabotageakten an Pipelines und Unterseekabeln. “Die richtigen Kämpfe zu wählen und dann zu führen, das ist und bleibt unsere Herausforderung”, so der Vizeadmiral. “Denn alles, was once wir haben, ist im Einsatz.”

10:55 Uhr

Luftverkehrswirtschaft fordert Hilfe der Regierung

Angesichts einer drohenden Verknappung von Kerosin fordert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Hilfe von der Bundesregierung. Laut der Welt am Sonntag hat er dazu einen “Sieben-Punkte-Plan” vorgelegt.

Der Verband verlangt demnach unter anderem, die nationalen und europäischen Kerosin-Reserven freizugegeben und die Rechte für Flugpassagiere einzuschränken. So sollten kurzfristige Flugstreichungen oder Verspätungen durch Umwege als “außergewöhnlicher Umstand” anerkannt werden. In diesem Fall hätten gestrandete Fluggäste keinen Entschädigungsanspruch.

BDL- Hauptgeschäftsführer Joachim Lang sagte der Zeitung, eingeschränkte Fluganbindungen würden der deutschen und europäischen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Auch die Tourismuswirtschaft wäre betroffen. Airways müssten dramatische Auswirkungen auf das Sommerreisegeschäft befürchten.

10:33 Uhr

Frankreich: Europa kann Schiffe in Straße von Hormus eskortieren

Europäische Länder wie Belgien, die Niederlande und Frankreich sind in der Lage, Minen im Hormus-Kanal zu räumen. Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin sagte dem Sender TF1, diese Länder verfügten über Minenräumkapazitäten, die dazu beitragen könnten, die Durchfahrt durch die Meerenge zu sichern.

Es gebe Möglichkeiten, Schiffe mit umfassender Unterstützung zu eskortieren. Allerdings, so betonte Vautrin, “in keiner Weise offensiv”.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz will bei den heutigen Beratungen in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. Medienberichten zufolge könnte die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

09:33 Uhr

Vertriebene im Libanon kehren in den Süden zurück

Nach Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah haben sich seit den frühen Morgenstunden Tausende Menschen im Libanon auf den Weg zurück in ihre Heimatorte gemacht. Auf den Straßen in Richtung Süden bildeten sich Augenzeugen zufolge lange Staus.

Eine Rückkehrerin sagte der Nachrichtenagentur dpa: “Wir wissen, dass die Waffenruhe auf zehn Tage begrenzt ist, aber wir müssen zurückgehen und sehen, was once von unseren Häusern übrig ist.” Im Südlibanon und in denen als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts herrscht nach Wochen des Kriegs großflächige Zerstörung.

Die libanesische Armee warnt Vertriebene derweil vor einer Rückkehr in den Süden des Landes. In der Area gebe es weiterhin “zahlreiche israelische Aggressionen”, erklärte die libanesische Armee.

09:07 Uhr

Vermittlerkreise: Absichtsserklärung bei US-Iran-Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA zielen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge zunächst auf eine vorläufige Vereinbarung. Erst werde eine Absichtserklärung unterzeichnet, sagt ein pakistanischer Insider, der an den Vermittlungen beteiligt ist. Im Anschluss solle binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen ausgehandelt werden.

Beide Seiten seien sich grundsätzlich einig, technische Main points würden später geklärt. Diplomaten zufolge verhandelt der pakistanische Armeechef Asim Munir seit Mittwoch in Teheran und hat einen Durchbruch bei strittigen Punkten erzielt.

08:43 Uhr

SPD-Politiker: Hormus-Challenge nur nach Waffenstillstand

Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetovic hat Voraussetzungen genannt, unter denen seine Fraktion einer Entsendung deutscher Soldaten in die Straße von Hormus zustimmen würde. Es brauche unter anderem “einen stabilen verlässlichen Waffenstillstand” in der Area und ein “internationales Dach” für den Einsatz, dazu komme ein Bundestagsmandat für den entsprechenden Bundeswehreinsatz, sagte er im ZDF-Morgenmagazin.

Unter dem starken wirtschaftlichen Druck durch die Blockade der Straße von Hormus beraten die westlichen Spouse heute in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg.

08:40 Uhr

Südkorea importiert Öl jetzt über das Rote Meer

Südkorea setzt beim Ölimport auf Schiffsrouten abseits der weitgehend blockierten Meerenge von Hormus. Ein Tanker mit Öl aus Saudi-Arabien sei sicher durch das Rote Meer in den Golfing von Aden gelangt, teilte das Ministerium für Ozeane und Fischerei mit. Es sei der erste Delivery dieser Artwork, seit sich Südkorea um selection Lieferwege bemüht.

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung bezeichnete die Passage als “wertvolle Errungenschaft” bei den Bemühungen der Regierung, die mit dem Iran-Krieg einhergehenden Probleme zu bewältigen. Südkorea hatte am Mittwoch den Abschluss neuer Lieferverträge bekanntgegeben, mit denen es die Auswirkungen des Iran-Krieges auf seine Wirtschaft in Grenzen halten will.

Offiziellen Angaben zufolge können derzeit 26 südkoreanische Schiffe die Straße von Hormus nicht passieren. Über die Ausfahrt aus dem Persischen Golfing wird normalerweise ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft.

08:37 Uhr

Wirtschaftsweise: Ticketpreise für Flüge werden stark steigen

Der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr erwartet infolge des Iran-Kriegs deutlich höhere Kosten für Flugreisende. “Die Ticketpreise werden stark steigen, damit wird die Nachfrage nach Flugdienstleistungen zurückgehen”, sagte der österreichische Ökonom im Interview beim Deutschlandfunk. Wenn die Nachfrage sinke, tue das auch das Angebot: Einzelne Flugverbindungen könnten entfallen, weil sie sich nicht mehr rechnen.

Grund sei die im Zuge des Iran-Kriegs blockierte Straße von Hormus, die zu einer Knappheit von Kerosin und Diesel auf dem Weltmarkt führe, so Felbermayr. Daher erwarte er auch an den Tankstellen in den nächsten Monaten wenig Entlastung. Das sei der geringen Produktion von Diesel und Kerosin in Europa geschuldet.

08:19 Uhr

Ölpreise sinken leicht

Die Ölpreise haben am Morgen etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sank zuletzt um 1,26 Prozent und kostete 98,09 US-Buck je Barrel (159 Liter) Rohöl.

07:11 Uhr

Kitzler: Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon

Bislang werde die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon offenbar eingehalten, berichtet ARD-Korrespondent Jan-Christoph Kitzler aus Tel Aviv. “Doch es ist noch zu früh zu sagen, ob sie auch in den kommenden Tagen hält.” Der Libanon meldete zuvor dagegen bereits israelische Verstöße. Israel äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Israels Premier Netanjahu habe am Abend in einer Videobotschaft gesagt, die Feuerpause diene als Gelegenheit für Gespräche über eine dauerhafte Friedensregelung mit dem Libanon bezeichnet. Israel bestehe auf einer Entwaffnung der Hisbollah, doch Libanons Regierung gelte als zu schwach, sie durchzusetzen. “Thema bei den Verhandlungen wird auch sein, ob Israels Soldaten sich zurückziehen oder ob der Süden des Libanon dauerhaft besetzt bleibt.”

07:03 Uhr

Wadephul begrüßt Waffenruhe

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hofft nach eigener Aussage, dass die angekündigte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon den Menschen auf beiden Seiten der Grenze eine Atempause verschafft. Wadephul rief beide Regierungen auf, den positiven Weg der direkten Gespräche weiterzugehen.

Der CDU-Politiker forderte aber auch langfristige Vereinbarungen zur Sicherung der Grenze zum Schutz von Zivilisten und zur Sicherheit für die Blauhelmsoldaten, einer Friedensmission der Vereinten Nationen.

04:45 Uhr

Trump: Iran-Krieg ist “kleiner Umweg”

US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als “kleinen Umweg” bezeichnet. Bei einem Auftritt in Las Vegas verteidigte Trump am Donnerstag seine Wirtschaftspolitik und rechtfertigte den Militäreinsatz. “Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran”, sagte Trump. “Aber wir mussten es tun, denn sonst hätten schlimme Dinge passieren können”, fügte er unter Anspielung auf das iranische Atomprogramm hinzu.

Später zeigte er sich zuversichtlich über eine baldige Einigung mit Teheran. “Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen”, sagte er Reportern. Sollte es nötig sein, werde er die noch bis Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern.

04:19 Uhr

Merz in Paris zu Gesprächen über Sicherung der Straße von Hormus

Bundeskanzler Friedrich Merz berät heute in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Regierungschef Keir Starmer über einen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Deutschland könne sich daran mit Minenräumung oder Seefernaufklärung beteiligen, hieß es in Regierungskreisen in Berlin.

Merz und Macron betonen, dass ein solcher Einsatz erst nach dem Ende des Iran-Krieges möglich sei.

04:19 Uhr

Klingbeil warnt vor massiven Wirtschaftsfolgen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor den Folgen des Iran-Kriegs auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gewarnt. “Dieser Krieg hat eine large Auswirkung auf unser Wachstum und auf die wirtschaftliche Stärke”, sagte Klingbeil am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. Der Krieg sei ein “erheblicher Dämpfer” für die Anstrengungen, das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln.

Die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G7-Staaten erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, es sei “dringend notwendig”, die globalen wirtschaftlichen Kosten des Konflikts im Nahen Osten zu begrenzen. Es müsse daher dringend auf einen “dauerhaften Frieden” hingearbeitet werden.

04:19 Uhr

Libanon: Israel verstößt gegen Waffenruhe

Israel hat nach libanesischen Angaben gegen die offiziell in Kraft getretene Waffenruhe im Libanon verstoßen. Die israelische Armee habe wiederholt mehrere Dörfer im Süden beschossen, teilte die libanesische Armee am frühen Morgen mit. Sie rief die Bevölkerung erneut auf, vorerst nicht in die südlichen Dörfer und Städte zurückzukehren. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

Die pro-iranische Hisbollah verübte nach eigenen Angaben einen Vergeltungsangriff auf israelische Soldaten.

Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe verkündet. Sie soll zunächst zehn Tage dauern.

04:19 Uhr

Guterres ruft zur Einhaltung der Waffenruhe auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz aufgerufen, die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe uneingeschränkt zu respektieren. Das teilte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit. Guterres hoffe, dass diese Waffenruhe den Weg für Verhandlungen und die vollständige Umsetzung der Solution 1701 des Sicherheitsrats ebnen werde, um eine langfristige Lösung des Konflikts zu erreichen.

Im Libanon feierten am frühen Morgen zahlreiche Menschen den Beginn der Feuerpause.

08:48 Uhr

Der Weblog von Donnerstag zum Nachlesen

Laut US-Präsident Trump hat sich Iran bereit erklärt, sein angereichertes Uran zu übergeben. Israels Premierminister Netanjahu hat eine zehntägige Waffenruhe zwischen seinem Land und dem Libanon bestätigt.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top