Mindestens 15 Tote bei Zugunglück in Indonesien


Arbeiter entfernen die Trümmer eines Zuges nach einer Kollision in Bekasi, Indonesien.

Stand: 28.04.2026 • 12:19 Uhr

Bei einem schweren Zugunglück in Indonesien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt. Ein Fernzug battle in einen stehenden Pendlerzug gerast.

Beim Zusammenstoß zweier Züge sind in Indonesien dem staatlichen Eisenbahnunternehmen KAI zufolge mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 84 Menschen seien nach dem Unglück nahe der Metropole Jakarta ins Krankenhaus gebracht worden. Zuvor hatten die Behörden von sieben Todesopfern gesprochen.

Der Unfall hatte sich in der Nacht in der Ortschaft Bekasi ereignet. Ein Sprecher von KAI teilte mit, ein Taxi scheine einen Pendlerzug an einem Bahnübergang gestreift zu haben, wodurch dieser zum Stillstand auf den Gleisen gekommen sei. Dort sei er dann von dem heranrasenden Fernzug erfasst worden.

Mehrere Menschen seien “aufgrund der Wucht des Aufpralls” in den Waggons eingeklemmt worden, erklärte die Such- und Rettungsbehörde von Jakarta. Die Bergungen seien abgeschlossen, teilte der Leiter der Behörde, Mohammad Syafii, bei einer Pressekonferenz mit. “Ich bin sicher, dass keine weiteren Opfer mehr gefunden werden.”

Chaotische Szenen am Bahnhof

Jakartas Polizeichef Asep Edi Suheri sagte, der Fernzug sei in den letzten, ausschließlich Frauen vorbehaltenen Waggon des Pendlerzuges gerast. Alle Opfer befanden sich demnach in dem Pendlerzug, alle Todesopfer seien Frauen, so das Eisenbahnunternehmen KAI. Die etwa 240 Fahrgäste des anderen Zuges seien alle sicher evakuiert worden.

Am Bahnhof spielten sich nach dem Unfall laut der Nachrichtenagentur AFP chaotische Szenen ab. Rettungskräfte riefen nach Sauerstoffflaschen, während Krankenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht in einer Schlange bereitstanden.

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