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Das US-Militär hat einen Tanker durchsucht, der wegen des Schmuggels von iranischem Rohöl sanktioniert ist. Bundesaußenminister Wadephul fordert Iran auf, die Verhandlungen mit den USA fortzusetzen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
Der Nationale Sicherheitsrat hat sich mit der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs befasst und ist zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit keine Versorgungsnotlage für Treibstoff in Deutschland gibt. Die Vorräte gerade an Kerosin seien als “für eine absehbare Zeit” ausreichend erachtet worden, heißt es laut Nachrichtenagenturen und dem ARD-Hauptstadtstudio aus Teilnehmerkreisen.
16:35 Uhr
USA prüfen Währungsswap mit Emiraten
Die US-Regierung erwägt einen Währungsswap mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. US-Präsident Donald Trump bestätigte in einem Interview des Senders CNBC, er prüfe einen entsprechenden Antrag der Zentralbank der Emirate. Der Austausch der Währungen soll die Greenback-Liquidität der ölreichen Emirate sichern, die durch den Iran-Krieg unter Druck geraten ist. Die Schließung der Straße von Hormus hat die Ölexporte des Landes stark beeinträchtigt.
Trump zeigte sich überrascht, dass das Land Hilfe benötigt, machte aber deutlich, dass er offen für diesen Schritt sei, um den Anliegen seines Verbündeten entgegenzukommen. “Ich bin überrascht, denn sie sind wirklich reich”, sagte der Präsident. Wenn er helfen könne, werde er das tun. Bei einem Währungsswap tauschen zwei Länder für einen bestimmten Zeitraum ihre Währungen aus. Damit sollen Währungsliquidität gesichert und Wechselkursrisiken abgesichert werden.
16:27 Uhr
Trump fordert Iran zur Freilassung zum Tode verurteilter Frauen auf
US-Präsident Donald Trump hat Teheran aufgefordert, acht mutmaßlich zum Tode verurteilte Frauen freizulassen. “An die iranische Führung, die bald mit meinen Vertretern verhandeln wird: Ich wäre sehr dankbar für die Freilassung dieser Frauen”, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Reality Social. “Bitte tut ihnen nichts an! Das wäre ein sehr guter Get started für die Verhandlungen!”, schrieb Trump dort weiter als Kommentar zu einen Beitrag, den er teilte.
Der von Trump geteilte Beitrag zeigt die Fotos von acht Frauen mit den Worten: “Die Islamische Republik Iran bereitet sich darauf vor, acht Frauen zu hängen.” Der Beitrag battle am Montag von dem pro-israelischen Aktivisten Ejal Jakoby auf X geteilt worden. Die Namen der betroffenen Frauen werden darin nicht genannt. Der Beitrag konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
16:21 Uhr
Vertreter aus Nahost zu EU-Gipfel eingeladen
Am Rande des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag in Zypern sind Vertreter aus dem Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten sowie den Golfstaaten zu einer Debatte über den Iran-Krieg eingeladen. Erwartet werde unter anderem der Generalsekretär des Golfing-Kooperationsrates, Dschassim Mohammed Al-Budaiwi, sagte ein EU-Beamter. Zudem seien Staatsoberhäupter aus der Kriegsregion eingeladen.
16:02 Uhr
Pakistan fordert Verlängerung von Waffenruhe
Der pakistanische Außenminister ruft die USA und Iran dazu auf, ihre Waffenruhe zu verlängern. Dies teilt das Außenministerium in Islamabad mit.
15:30 Uhr
Trump will Waffenruhe nicht verlängern
US-Präsident Donald Trump will die Waffenruhe mit Iran nicht verlängern und droht mit neuen militärischen Angriffen. “Ich will das nicht tun. Wir haben nicht so viel Zeit”, sagte er in einem Interview mit dem Sender CNBC. Sollte es nicht bald zu einer Einigung mit der Regierung in Teheran kommen, würden die USA ihre Angriffe wieder aufnehmen. “Ich gehe davon aus, dass wir bombardieren werden, da dies die bessere Ausgangshaltung ist”, sagte Trump. Das US-Militär stehe bereit und brenne auf einen Einsatz.
15:26 Uhr
Trump zeigt sich vor Gesprächen zuversichtlich
Die USA sind nach den Worten ihres Präsidenten Donald Trump mit Blick auf weitere Gespräche über ein Kriegsende mit Iran in der besseren Ausgangslage. “Ich denke, sie haben keine Wahl. Wir sind in einer sehr, sehr staken Verhandlungsposition”, sagte Trump dem Fernsehsender CNBC. “Wir werden am Ende ein großartiges Abkommen erzielen.”
15:19 Uhr
Katar appelliert an Kriegsparteien
Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat der Golfstaat Katar einen Appell an die Kriegsparteien gerichtet: Der Krieg müsse enden, denn er habe die Area, die Weltwirtschaft und die Energiemärkte in eine sehr gefährliche Lage gebracht, sagte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari. “Die ganze Welt unterstützt diese Verhandlungen und die Bemühungen Pakistans.” Katar plädiere dafür, die aktuell geltende Waffenruhe zumindest zu verlängern, wenn es in den Verhandlungen vorerst keine Einigung gebe.
15:10 Uhr
Warten auf neue Iran-Gespräche: Drohungen statt Diplomatie
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran läuft in Kürze aus. Noch ist unklar, wie es danach weitergeht. Wird die Waffenruhe verlängert? Gibt es bis dahin neue Friedensgespräche im pakistanischen Islamabad?
15:06 Uhr
USA durchsuchen sanktionierten Tanker
Das US-Militär hat einen Tanker durchsucht, der wegen dem Schmuggel von iranischem Rohöl sanktioniert battle. Demnach hielten sie das Schiff im Indopazifik an und durchsuchten es, wie das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mitteilte. “Internationale Gewässer sind kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe”, erklärte das Pentagon.
Schiffsverfolgungsdaten zeigten die “Tifani” im Indischen Ozean zwischen Sri Lanka und Indonesien. Am Sonntag hatte das US-Militär im Golfing von Oman einen unter iranischer Flagge fahrenden Frachter beschlagnahmt.
13:16 Uhr
EU sieht keinen akuten Kerosinmangel
Trotz der Sorgen über Kerosinmangel infolge des Iran-Krieges gibt es in Europa nach Einschätzung der EU-Kommission keine Hinweise auf umfangreiche Flugausfälle im Sommer. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas gab in Brüssel zugleich einen Ausblick auf die für Mittwoch angekündigten Empfehlungen der Behörde zu Vorkehrungen gegen eine Energie- und Kerosinkrise. Wenn die Blockade der für Ölexporte consistent with Schiff wichtigen Straße von Hormus nicht aufgehoben werde, hätte das “katastrophale Folgen” für Europa und die ganze Welt, sagte der Kommissar.
Nach Einschätzung internationaler Organisationen könnte Flugbenzin in Europa wegen der Lieferausfälle von den Golfing-Staaten ab Ende Mai oder Anfang Juni knapp werden.
13:12 Uhr
Zahlreiche Brücken im Libanon durch Angriffe beschädigt
Im Libanon sind seit dem Wieraufflammen des Kriegs zischen der Schiitenmiliz Hisbollah und Israel 15 Brücken beschädigt oder zerstört worden. Der Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr, Fajes Rasamni, sagte dem Fernsehsender LBC, der Regierung liege noch keine endgültige Schätzung über das Ausmaß der Schäden in dem speedy siebenwöchigen Krieg vor. Der Minister nannte eine Summe zwischen sieben und acht Milliarden Greenback.
Seit der vergangenen Woche gilt in dem Krieg eine zehntägige Waffenruhe. Wenn eine dauerhafte Feuerpause in Kraft trete, wolle die Regierung Kontakt zu möglichen Geldgebern für den Wiederaufbau aufnehmen, hieß es aus Beirut.
Eine Brücke im Südlibanon, die bei einem früheren israelischen Angriff zerstört wurde.
12:15 Uhr
Iran und Energieversorgung offenbar Thema im Nationalen Sicherheitsrat
Um die Energieversorgungsicherheit auch künftig sicherzustellen, wird die Bundesregierung einen ständigen Staatssekretärsausschuss einrichten. Das sei bei einer Sitzung des geheim tagenden Nationalen Sicherheitsrates am Montagabend beschlossen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Teilnehmerkreisen. Es sei aber bei der Einschätzung geblieben, dass Deutschland derzeit keine Versorgungsprobleme etwa bei Benzin oder Kerosin habe, hieß es weiter. Dies hatten Kanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zuvor auch öffentlich betont.
12:10 Uhr
Russland hebt Flugbeschränkungen auf
Die russischen Behörden haben Beschränkungen für Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate und durch den iranischen Luftraum aufgehoben. Das russische Verkehrsministerium teilte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Nowosti mit, die russische Luftverkehrsbehörde habe die Empfehlung an russische Fluggesellschaften aufgehoben, den Ticketverkauf für Flüge von und in die Emirate vorübergehend einzustellen.
Auch die Beschränkungen für Flüge durch den iranischen Luftraum wurden aufgehoben, wie es in dem Bericht unter Berufung auf eine Mitteilung des Ministeriums hieß. Die Beschränkungen für Flüge in die Area waren im Februar eingeführt worden.
11:40 Uhr
Unklarheit über Ende der Waffenruhe
Die Waffenruhe zwischen USA und Iran steht kurz vor dem Aus – wann sie genau endet, ist aber unklar. US-Präsident Donald Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht am 8. April verkündet. Viele Beobachter gingen daher davon aus, dass sie in der Nacht zum Mittwoch – um Mitternacht – auslaufen würde.
In einem Interview mit Bloomberg nannte Trump nun einen späteren Zeitpunkt: Mittwochabend nach Washingtoner Zeit. Da Iran den USA zeitlich siebeneinhalb Stunden voraus ist, würde das Ende der Waffenruhe damit dort in die Morgenstunden am Donnerstag fallen.
10:57 Uhr
Wadephul fordert Iran zu Verhandlungen auf
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert Iran auf, die Verhandlungen mit den USA in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad fortzusetzen. Der Krieg müsse schnell beendet werden, sagte Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg. Zudem müsse die sichere Schiffspassage durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet sein, mahnte der CDU-Politiker.
10:31 Uhr
Pakistan und Ägypten tauschen sich aus
Pakistans Außenminister Ishaq Dar hat sich mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr Abdel-Atti über die Friedensbemühungen zwischen den USA und Iran ausgetauscht. Das pakistanische Außenministerium teilte mit, beide Politiker hätten die Bedeutung von Conversation und Zusammenarbeit für Frieden und Stabilität betont und vereinbart, in engem Kontakt zu bleiben. Weitere Main points wurden nicht bekannt.
10:28 Uhr
Korrespondent: “Vor morgen kann niemand eintreffen”
Nach Einschätzung von ARD-Korrespondent Markus Spieker in Islamabad könnte es sein, dass Vertreter von Iran und den USA nicht vor dem Ende der Waffenruhe in der pakistanischen Hauptstadt zusammenkommen. “Wir hören zwar immer wieder, alle gehen hier fest davon aus, dass etwas passiert, aber da drängt natürlich die Zeit”, so Spieker. Die Waffenruhe zwischen Iran und USA läuft bald aus.
10:21 Uhr
Noch keine iranische Delegation auf dem Weg
Bislang hat sich noch keine iranische Delegation auf den Weg nach Pakistan gemacht. Das berichtet das iranische Staatsfernsehen. Noch immer herrscht Unklarheit darüber, ob Gespräche in Islamabad stattfinden werden. Medienberichten zufolge soll sich Vizepräsident JD Vance auf dem Weg nach Pakistan befinden.
09:41 Uhr
Israel: Hisbollah-Chef wird zahlen
Vor neuen Gesprächen Israels und des Libanons in Washington hat der israelische Verteidigungsminister erneut mit der Tötung des Hisbollah-Cooks gedroht. Naim Kassim werde “mit seinem Kopf bezahlen”, sagte Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag. Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagte Katz nach Angaben des Nachrichtenportals ynet.
09:04 Uhr
Iran droht mit Gegenangriffen bei Eskalation
Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe zwischen Iran und den USA droht Teheran weiter. Die Streitkräfte seien bereit, auf jede feindselige Aktion ihrer Gegner “unverzüglich und entschlossen” zu reagieren, sagte ein hochrangiger Militärkommandeur der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.
Auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf drohte den USA. Bei einer Wiederaufnahme der Kämpfe würden Teheran “neue Trümpfe” zur Verfügung stehen, erklärte Ghalibaf auf der Plattform X mit. Darauf habe guy sich in den vergangenen zwei Wochen vorbereitet. Er betonte zudem, Teheran akzeptiere “keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen”.
08:56 Uhr
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran läuft bald ab. Ob es erneut zu Verhandlungen kommt, ist derzeit noch ungewiss. Pakistan bemüht sich, Vertreter beider Länder an einen Tisch zu bringen.
08:36 Uhr
Iran und USA reizen zeitlichen Rahmen der Waffenruhe aus
Iran und die USA reizen den zeitlichen Raum bis zum Ende der Waffenruhe voll aus, sagt Bente Scheller von der Heinrich-Böll-Stiftung im Morgenmagazin. Damit wollen sie ihren Forderungen mehr Gewicht verleihen, so Scheller. “Hier sehen sich allerdings auch beide Seiten auf der Gewinnerseite und denken, das können sie bis ins Unendliche ausreizen – und das könnte die Fehlkalkulation sein.” Guy habe aktuell kaum Hinweise darauf, wie der weitere Verlauf aussehen könnte. Das ganze Gespräch:
07:07 Uhr
Trump: Bergung von Uran wird “schwierig”
US-Präsident Donald Trump hat einen langwierigen Prozess zur Bergung von Uran aus dem Iran angekündigt. Die US-Angriffe auf iranische Atomanlagen im Juni des vergangenen Jahres hätten eine “komplette und totale Auslöschung” der Atomanlagen zur Folge gehabt, erklärte Trump am Montag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Reality Social. “Daher wird es ein langer und schwieriger Prozess sein, das wieder auszugraben”, fügte er mit Blick auf das Uran hinzu.
Es ist tatsächlich unklar, wie viel von den Anlagen bei den Angriffen im Juni im vergangenen Jahr zerstört wurde. Trump beharrt jedoch immer wieder auf einer völligen Zerstörung. US-Medien berichteten dagegen, dass das Atomprogramm wahrscheinlich nur um einige Monate zurückgeworfen worden sei.
06:18 Uhr
US-Seeblockade bleibt Hindernis
Vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen Iran und den USA ist eine Fortsetzung der Verhandlungen weiterhin ungewiss. Zuletzt zeigten sich beide Parteien unnachgiebig. Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade – wer gibt nach?
04:45 Uhr
Leavitt: USA waren gutem Iran-Deal nie näher
Die US-Regierung sieht ein Abkommen mit Iran näher denn je. “Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schließen”, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox Information. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter.
Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus.
03:13 Uhr
Medien: Vance reist zu Gesprächen nach Pakistan
US-Vizepräsident JD Vance wird Medienberichten zufolge heute zu den Iran-Verhandlungen nach Pakistan reisen. Dort soll der Vizepräsident die US-Delegation anführen. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor. Pakistan versucht zu vermitteln – zwischen Iran und den USA.
01:56 Uhr
Der Liveblog von Montag zum Nachlesen
Die USA werden die Blockade iranischer Häfen laut Präsident Trump nur im Falle eines Abkommens mit Iran aufheben. Ein israelischer Regierungsvertreter hat neue Gespräche mit dem Libanon für Donnerstag angekündigt – bisher ohne libanesische Bestätigung.
