Unbefugte sollen Zugriff auf Anthropics Mythos-KI haben



Eine kleine Gruppe unbefugter Nutzer hat sich einem Medienbericht zufolge Zugang zum nicht öffentlich freigegebenen neuen KI-Modell „Mythos“ ⁠des Unternehmens Anthropic verschafft. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf Dokumente und einen Insider meldete, erlangten die Personen ‌in einem privaten On-line-Discussion board Zugriff. Dies sei genau an dem Tag geschehen, an dem Anthropic Pläne ‌für eine begrenzte ‌Testphase des Modells angekündigt habe. Seitdem nutze die Gruppe das Modell regelmäßig, jedoch nicht für Zwecke der Cybersicherheit.

Anthropic teilte mit, guy untersuche einen Bericht zu einem unbefugten ⁠Zugriff auf die Vorabversion „Claude Mythos Preview“ über die Umgebung eines Drittanbieters.

Anthropic hatte Mythos am 7. April vorgestellt. Die Vorabversion wird im Rahmen des sogenannten „Undertaking ⁠Glasswing“ ausschließlich ausgewählten Organisationen ‌aus dem Bereich der defensiven Cybersicherheit zur Verfügung gestellt. Mythos gilt als das bislang leistungsfähigste Modell des Unternehmens für Programmieraufgaben und ⁠autonomes Handeln. ⁠

Experten und Aufsichtsbehörden warnen jedoch vor Missbrauchspotenzial: Die Künstliche Intelligenz (KI) sei in ⁠der Lage, Schwachstellen ⁠in gängigen Betriebssystemen und Webbrowsern zu erkennen und auszunutzen. Nach Angaben von ‌Anthropic hat das Modell Tausende – zum Teil seit Jahrzehnten unentdeckt gebliebene – schwerwiegende Sicherheitslücken in weit verbreiteter Device identifiziert.

Versöhnliche Töne von Trump

Unterdessen kann Anthropic kann sich nach einem Streit mit dem Pentagon wieder Hoffnungen auf ein besseres Verhältnis zur US-Regierung machen. „Wir verstehen uns mit ihnen“, sagte Präsident Donald Trump in einem Interview des Wirtschaftssenders CNBC. Er verwies darauf, dass Vertreter von Anthropic vor einigen Tagen zu Gesprächen im Weißen Haus waren.

Die Firma riskierte einen Konflikt mit der US-Regierung, da sie trotz massiven Drucks darauf bestand, dass ihre KI-Modelle nicht in autonomen Waffensystemen und zur Massenüberwachung in den USA verwendet werden dürfen. Das Pentagon erklärte Anthropic daraufhin zu einem Lieferketten-Risiko. Trump wies US-Behörden an, keine Geschäfte mit dem Unternehmen zu machen. Anthropic zog dagegen vor Gericht.

Zuletzt demonstrierte Anthropic aber, wie wichtig Technologie des Unternehmens für die US-Regierung ist – unter anderem mit den Fähigkeiten des Modells Claude Mythos. In den falschen Händen wäre es eine gefährliche Cyberwaffe. Zugleich könnte es der US-Regierung einen Vorteil geben, eigene Programme zu härten und potenzielle Schwachstellen für Spionage im Ausland auszunutzen.

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